Gedenkgottesdienst des Ambulanten Hospizdienstes Westlicher Enzkreis e.V.

Hospizdienst westlicher Enzkreis e.V.
Zeit der Veränderung, des Wandels…

„Zeit der Veränderung und des Wandels...“ unter diesem Satz haben wir zu unserem jährlichen Gedenkgottesdienst eingeladen und dabei mit dem Termin im März gleich die erste Veränderung durchgeführt. Bisher hat der Ambulante Hospizdienst Westlicher Enzkreis immer zum Ende des Kirchenjahres zu seinem Gedenkgottesdienst eingeladen.

Wir möchten mit diesem Gottesdienst den ehrenamtlichen Begleitern, den trauernden Angehörigen und allen Gottesdienstbesuchern die Möglichkeit des gemeinsamen Gedenkens an die Verstorbenen des vergangenen Jahres geben. Dieses Jahr durften wir Gäste sein in der evangelischen Kirche in Wilferdingen. Herr Pfarrer Zitt und die Veehharfen-Gruppe aus Remchingen gestalteten den Gottesdienst zusammen mit Mitarbeiterinnen des Hospizdienstes.

Alles fühlte sich schon beim Betreten der Kirche ganz besonders an. Der Kirchenraum und die so passende Jahreslosung 2017 wunderbar beleuchtet, alles mit Blumen und Kerzen schön geschmückt. Unser Thema des Abends war zusammen mit Vergissmeinnicht-Blüten auf eine Leinwand projiziert und die Veehharfen-Spielerinnen saßen bereits hinter ihren Instrumenten.

Nach begrüßenden Worten durch die Einsatzleitung und Pfarrer Zitt, nach Gebeten und Gesang reichten die Mitarbeiterinnen ein weiteres Mal ihr Licht untereinander weiter. Dies ist bereits ein Ritual unseres Gedenkgottesdienstes, bevor dann die vielen Namen von Verstorbenen vorgelesen werden, die der Hospizdienst im vergangenen Jahr begleiten durfte, dabei wird für jede Person eine Kerze entzündet.

Auch die Besucher wurden eingeladen, für ihre Verstorbenen ein Licht zu entzünden. Es lag wohl an dieser ganz besonderen Stimmung des Abends und an der Veehharfenmusik, dass so viele Menschen dieses Angebot annehmen konnten und mit ihren Kerzen ein Lichtermeer entstehen ließen. Jede Träne durfte geweint werden, es umarmten sich fremde Menschen und reichten sich die Hand.

Mit der Einspielung des Liedes „Dennoch“ von Tina Eichholz-Müller zusammen mit einer anrührenden Bilderpräsentation, ließ Herr Pfarrer Zitt nochmal deutlich werden, was an diesem Abend sicher viele vereint hat: „Mein Herz, es kommt noch nicht hinterher, deine Wege, sie sind zu schwer für mich – ich versteh dich nicht!“

Die Einladung an die Gottesdienstbesucher zu einem gemütlichen Ausklang bei Tee und Gebäck wurde in großer Zahl angenommen und es war deutlich zu spüren, dass die Menschen nur sehr zögernd die Kirche und die Gemeinschaft verließen.

Unser Dank geht deshalb heute an alle Anwesenden, die am Gelingen des Abends Teil hatten. Wir hoffen, dass aus den Blumensamen, die am Ausgang mitgenommen werden konnten, zahlreiche Blüten treiben werden, von der jede eine kleine Erinnerung an den Abend und den Gedanken des Wandels mit sich trägt.

Margitta Weindl