Velten, Karin

Ich bin beim Hospizdienst, …

weil sich „Mitten im Leben“ unerwartet alles ändern kann.

Nein, auch ich wollte mich nicht mit dem „Sterben“ auseinan­der­setzen. Doch ich wurde er­barmungslos damit konfrontiert. Inner­halb von 9 Monaten starben 4 Familienangehörige. Als mein Mann an Krebs erkrankte, wollte er, nach mehreren Kran­kenhausaufenthalten, in Ruhe zu Hause sterben. Diesen Wunsch konnte ich ihm nur erfüllen, weil ich intensive Hilfe aus dem Familien- und Freundeskreis erhielt. Nur durch un­ser „privates Hospiz“ konnte ich bis zum Schluss durch­hal­ten. Wenn die Kraft des Sterbenden zu Ende geht, sind oft auch die Angehörigen am Ende ihrer Kraft.

Als ich vor 2 Jahren die Anzeige vom ambulanten Hospizdienst las, fühlte ich mich persön­lich angesprochen und verspürte den inneren Wunsch, an dem angebotenen Kurs teilzuneh­men. Das Seminar ging in die Tiefe und ich hatte Gelegenheit, meine teils traumatischen Er­lebnisse, aufzuarbeiten.

Durch meine persönlichen Erfahrungen und die professionelle Ausbildung bin ich in der Lage, Kranke und Sterbende und ihre Angehörigen zu unterstützen. So verschieden wie Men­schen sind, so unterschiedlich sind auch Hospizmitarbeiter. Jeder ist individuell und darf es auch bleiben. Jede Begleitung ist anders und neu. Wir sind offen für das, was gebraucht oder gewünscht wird. Unsere Einsatzleiterinnen suchen für den jeweiligen Fall die dazu geeigneten Mitarbeiter/-innen aus.

Fühlen Sie sich angesprochen?

Ist es Ihr Thema?

Wir brauchen Unterstützung!

Karin Velten